Du hast es hundertmal beschlossen.
Und es passiert wieder.
Begleitung für Männer, die aus Pornografie- oder anderem Suchtverhalten herausfinden wollen. Ohne Moral, ohne Bewertung, ohne dass jemand davon erfährt.
Es ist kein Problem der Willenskraft.
Du weisst genau, was du tust und was es kostet. Du hast Sperren installiert, Fristen gesetzt, dir selbst etwas versprochen. Und trotzdem bist du irgendwann wieder dort.
Ebene 1 · Verstand
Verstehen, was läuft
Wann passiert es, was geht voraus, wovon lenkt es ab. Diese Einsicht brauchst du – aber sie greift genau dann nicht, wenn du sie brauchst. Im Moment des Drucks hat der denkende Teil wenig zu sagen.
Ebene 2 · Körper
Verändern, was läuft
Der Griff zum Handy ist eine Regulationsstrategie. Der Körper sucht etwas: Beruhigung, Betäubung, Entlastung. Solange er keinen anderen Weg dorthin kennt, nimmt er den, der funktioniert.
Deshalb arbeiten wir an beidem. Am Verstehen – und daran, dass dein Nervensystem einen anderen Weg zur Beruhigung findet als den bisherigen. Erst dann wird aus einem Vorsatz eine Veränderung.
Konkret heisst das
- 01Bestandsaufnahme ohne Beschönigung. Wie oft, in welchen Situationen, was geht jeweils voraus. Du musst nichts kleiner machen, als es ist – und nichts grösser.
- 02Die Funktion verstehen. Suchtverhalten erfüllt einen Zweck. Solange der Zweck unklar ist, kämpfst du gegen ein Symptom.
- 03Arbeit am Nervensystem. Körperarbeit, Atem, Aufmerksamkeit auf das, was im Körper vor dem Griff passiert. Ziel ist, dass du den Moment davor überhaupt bemerkst.
- 04Alltag und Struktur. Schlaf, Bewegung, Tagesrhythmus, Umgang mit dem Gerät. Der unspektakuläre Teil, der viel entscheidet.
- 05Rückfälle einordnen. Sie gehören dazu. Wir schauen sie an, statt sie zum Beweis dafür zu machen, dass es sinnlos ist.
Was mit dem passiert, was du erzählst
- Ich gebe nichts weiter. Nicht an Partnerin, Familie, Arbeitgeber oder Versicherung.
- Ich führe keine Notizen, die dich identifizierbar machen.
- Ich bewerte nicht und moralisiere nicht. Ich habe genug Menschen mit diesem Thema begegnet, um zu wissen, wie verbreitet es ist.
- Du entscheidest, wie viel du erzählst und wann.
Diese Begleitung ist keine Suchttherapie und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Behandlung. Wenn dein Verhalten dich oder andere gefährdet oder du merkst, dass du allein nicht mehr aus dem Kreis kommst, gehört fachliche Behandlung dazu. Ich sage dir das offen, wenn ich in unserem Gespräch dazu komme – und helfe dir, den richtigen Ort zu finden.
Der erste Schritt
Der schwierigste Teil ist, es zum ersten Mal jemandem zu sagen. Zwei, drei Sätze reichen völlig. Ich melde mich persönlich und diskret zurück.
Lieber direkt: info@eliacanneori.ch · +41 76 496 11 16
Wenn es dir akut schlecht geht oder du an Suizid denkst, wende dich bitte sofort an die Dargebotene Hand, Telefon 143, oder an den ärztlichen Notfalldienst 144.